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Designziele

Im Unterschied zu herkömmlichen Datenviewern, versucht der FIBEXplorer nicht die relationale Modellierung der FIBEX-Daten zu verbergen. Eine intuitive, komfortable und datenorientierte Oberfläche bietet dem Anwender stattdessen kompetente Hilfestellung bei der Aneigung, Durchsicht und Auswertung praxisrelevanter FIBEX-Daten.

WYSIWYGot

Gemäß dem leicht modifizierten Grundsatz „What you see is what you’ve got“ verzichtet der FIBEXplorer bei der Visualisierung von FIBEX-Dateien weitestgehend auf eine Interpretation des Inhalts. An spezifischen Daten­kon­stel­lationen ausgerichtete oder auf spezielle Anwendungs­zenarien zugeschnittene Darstellungen werden gemieden. Die bewusste Reduktion der Applikationslogik ist die beste Gewähr für die im ASAM-Standard geforderte verlustfreie Wiedergabe der Daten (getreu dem hehren Prinzip: „The truth, the whole truth and nothing but the truth“).

Das Werkzeug arbeitet direkt auf dem XML-Datenmodell. Am besten verdeutlicht wird dies in den kontext­sensitiven XML/HTML-Views: Zu jedem selektierten Knoten steht dort das zugehörige XML-Fragment zur Verfügung. Der Anwender wird so Schritt für Schritt an die nicht geringe Komplexität des FIBEX-Formats herangeführt, ohne dass spezifische Vorkennt­nisse zum XML-basierten Dateiformat vorausgesetzt werden.

Universalität (100% FIBEX)

Der neue FIBEXplorer kann für sich die vollständige Umsetzung des FIBEX V3.0 Standards in Anspruch nehmen: Neben fibex4flexray umfasst dies fibex4ttcan und fibex4lin ebenso wie fibex4most (samt dort vorgesehener rekursiver Datenstrukturen) und gipfelt schließlich in der Wiedergabe busübergreifender Gatewaymodelle (fibex4multiplattform).

Erweiterbarkeit

Ein ausgereiftes PlugIn-Konzept ergänzt dieses Fundament um fachliche, bordnetzspezifische Erweiterungen (siehe Fachliche Reports oder Tx-Rx-Navigator).

Offenheit und Flexibilität

Die vom FIBEXplorer eingesetzte Middleware XMLBeans® zum Laden des XML-Inputs bietet Zugriff auf alle im FIBEX-Schema hinterlegten Typen und Constraints ist aber gleichzeitig offen für Änderungen und Erweiterungen (MANUFACTURER-EXTENTIONS) des FIBEX-Formats. Auch der FIBEXplorer ist von dieser Flexibilität geprägt: Implizit kodierte Applikationslogik wird zugunsten tragfähiger, generischer Konzepte gemieden: So wird das interne Beziehungsgeflecht und die zugehörige UI-Darstellung lediglich aus universellen (ASAM-normierten) Namens- und Verlinkungskonventionen abgeleitet. Der FIBEXplorer wird damit stabil gegen Änderungen in Format und Datenbefüllung.

Potential

Durch den Einsatz neuester Open-Source-Technologien wie XMLBeans® und Saxon® im Backend und der Verwendung des RCP-Frontends von Eclipse® wird der FIBEXplorer zu einer hochflexiblen Plattform, die es erlaubt schnell und kosteneffizient auf Formatänderungen oder kundenspezifische Änderungs- bzw. Erweiterungswünsche zu reagieren.

Perspektiven Konzept

Mit der Plattform 3.0 unterstützt der FIBEXplorer das leistungsfähige Perspektivenkonzept der Eclipse Rich Client Plattform. Perspektiven dienen dem taskorientierten Umgang mit FIBEX-Daten. Sie definieren Umfang und Ausprägung angebotener Funktionen, Ansichten (Views) und deren Layout (Gestaltung, Ausstattung und Anordnung) innerhalb des Applikationsfensters.

Der aktuelle FIBEXplorer kommt mit drei vordefinierten Perspektiven: FIBEXplorer Standard, Quick Navigation und Tx-Rx-Communication (bordnetzspezifisch). Perspektiven kontrollieren Sichtbarkeit, Anordnung und Größe von Hauptnavigator, Editorbereich und angebotenen Views. In allen Perspektiven des FIBEXplores gibt es einen Hauptnavigator (links oben), einen Mittelbereich für geöffnete Elemente (Editoren/Elementbrowser) und diverse Views (unten bzw. rechts).

Jede einzelne Perspektive regelt die Sichtbarkeit, Anordnung und Größe von Navigatoren, Editorbereich und zugeordneten Views in einer ihr eigenen Weise.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten finden sich in der Perspektivenverwaltung, erreichbar über das Hauptmenü: [Window] » [Preferences] » [Perspectives]

View Konzept

Views liefen alternative Sichten auf Elemente mit ihren Eigenschaften und spezifischen Vernetzungskontexten. Views sind größtenteils kontextsensitiv, sprich der dort angezeigte Inhalt korrespondiert mit der aktuellen Datenselektion übergeordneter Fester und Editoren. (Eine Ausnahme bildet die [Result]-View, deren Inhalt über explizite Kommandos (z.B. Suche) manipuliert wird.) [mehr ..]

Navigator und Elementbrowser (Editor)

Derzeit gibt es zwei Ausprägungen des Hauptnavigators: Den Smart-Navigator und den Tx-Rx-Navigator.

Jedes Element bzw. jede Elementgruppe kann per Doppelklick in einem zugehörigen Elementbrowser geöffnet werden. (Aus technischen Gründen werden Elementbrowser als Editoren bezeichnet, auch wenn diese derzeit lediglich im Read-Only-Modus eingesetzt werden). Geöffnete Editoren sind im Unterschied zu Views in allen Perspektiven sichtbar. [mehr ..].

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Views

Unterhalb und rechts von Hauptnavigator und Elementbrowser gruppieren sich diverse kontextsensitive Views. Kontextsensitive Views liefern spezielle Sichten auf die aktuelle Datenselektion (Elemente, die im Hauptnavigator oder dem aktuellen Editor ausgewählt wurden). Vom Anwender vorgegebene View-Einstellungen wie Position und Größe (Drag & Drop) oder Anzeige als Fast-View (Kontextmenü) sind perspektivenspezifisch.

Die folgende Tabelle klassifiziert die derzeit zur Verfügung stehenden Views:

Views

Generisch

Domainspezifisch

Tree

Properties

Forward Navigator

Backward Navigator

Result View

 

Report

XML

HTML

Main-Report

Sub-Report

Die drei baumbasierten Views [Properties], [Forward-Navigator] und [Backward-Navigator] geben den lokalen Kontext der aktuellen Knotenselektion wieder. Sie werden aus den Datenknoten entlang der drei Navigations­richtungen vorwärts, rückwärts und seitwärts gebildet. Im Unterschied zum Smart-Navigator sind diese Views fixiert auf Datenknoten und die jeweilige Navigationsrichtung. Ein Wechsel in die Strukturebene ist nicht möglich.

Die [Result]-View entspricht in ihrer Funktionalität dem Smart-Navigator. Der in den Wurzelknoten angezeigte Datenumfang kann vom Anwender aus dem Smart-Navigator mittels Kontext-Menü gesteuert werden.

Zur aktuellen Datenselektion zeigen [XML]-View und [HTML]-View zugrunde liegende XML-Ausschnitte an. Während die [XML]-View rohes XML wiedergibt, wird der Input für die [HTML]-View durch entsprechende Styles zu einem druckbaren und interaktiven (Umsetzung von XML-Referenzen zu Hyperlinks) Report aufbereitet.

In den Views [Main Report] und [Sub Report] werden diverse fachspezifische Reports (siehe Single-Element-Browser) angeboten, welche der Anzeige von Layout bzw. Sub-Layout und Teil-Schedule-Tabellen dienen. Abhängig von der aktuellen Selektion in Hauptnavigator oder Editor werden die zugehörigen Teildaten graphisch aufbereitet wiedergegeben.

Der Hauptanwendungsfall für die [Sub Report] View liegt in der Wiedergabe rekursiver Layouts: Hat der Anwender beispielsweise im Editor eine Schedule-Tabelle geladen, kann er durch Anklicken einer beliebigen Schedule-Zelle das zugehörige Layout im [Main Report] betrachten. Klickt er dort auf eine PDU wird das zugehörige Sub-Layout in den [Sub Report] geladen.

dynamisch PDU

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Elementbrowser (Editoren)

Geöffnete Editoren sind im Unterschied zu Views in allen Perspektiven sichtbar. Als sogenannte Notebooks sind Editoren mit mehreren Notebookseiten ausgestattet: Je nach dem, ob die zu öffnende Datenselektion aus einem einzelnen Element oder mehreren Datenelementen (Mehrfachselektion bzw. Strukturknoten) besteht, werden unterschiedliche Seiten angeboten:

Single Element Editor Multi-Element Editor

Details

Instance Table

Context

Context

diverse fachspezifische
Reportseiten (elementtypabhängig)

Transposed Tree

 

 

Single-Element-Browser

Beim Single Element Editor gibt es die Standardseiten [Details] und [Context].

  • Auf der [Details]-Seite werden neben Shortcut, Long-Name und Desciption alle zugehörigen Properties aufgelistet.
  • Die Context-Seite enthält einen Top-Down- und einen Bottom-Up-Navigator (incl. Clustered-Navigation-Funktionalität) zur Darstellung des lokalen Vernetzungskontexts.

Abhängig vom Datentyp des ausgewählten Elements gibt es weitere Notebookseiten, die fachspezifische Reports anzeigen.

  • Abhängig vom geöffneten Elementtyp findet der Anwender findet dort interaktive und druckreife Reports zu Schedule-Belegung, (FlexRay-) Parametrierung der Busanschlüsse sowie geschachtelte Darstellungen zu FRAME- und PDU-Layouts. Eine detaillierte Auflistung der derzeit verfügbaren Fachreports findet sich im Abschnitt Fachspezifische Beiträge.

Multi-Element-Browser

Tabellarische Übersichten des Multi-Element-Editors geben Überblick über größere Datenmengen. Der Editor besteht aus den Standardseiten [Instance Table] und [Context]:

  • [Instance-Table] zeigt Datenelemente als Tabellenzeilen und zugehörige Properties (siehe Seitwärtsnavigation) in den Tabellenspalten. Die Tabelle ist nach jeder Spalte sortierbar. (Bild)
  • Die [Context]-Seite enthält einen Top-Down- und einen Bottom-Up-Navigator (incl. Clustered-Navigation-Funktionalität) zur Darstellung des lokalen Vernetzungskontexts. Im Unterschied zum Single-Element-Editor repräsentiert der jeweilige Wurzelknoten eine ganze Gruppe von Knotenelementen, die sich mit dem Clustered-Navigation-Mechanismus entlang der angebotenen FIBEX-Struktur navigieren lassen.

Ist die Anzahl der geladenen Datenelemente kleiner als 64 wird als dritte Notebookseite ein sogenannter [Transposed Tree] angezeigt.

  • [Transposed Tree] besteht aus einem links stehenden Navigationsbaum (siehe Smart-Navigator) und zusätzlichen Spalten für jedes geladene Inputelement. Die Zellen einer fixierten Zeile werden wie folgt befüllt: Ausgehend vom Wurzelknoten wird der Navigationspfad bis zum Knoten der aktuellen Zeile ermittelt und auf die jeweiligen Datenelemente der einzelnen Spalten angewandt. Durch Navigation über die links stehende FIBEX-Struktur kann der Anwender beliebige Vernetzungsmatrizen aufspannen (etwa Zuordnung von PDUs zu Sendersteuergeräten oder Verwendung von Signalen in FRAMEs)

Frame Table